Hier der Beweis, Libellen sind freundliche Wesen!
Auch ein paar allgemeine Informationen über Libellen zum besseren Verständnis dieser zarten Geschöpfe will ich in diesem Beitrag loswerden.
Diese weibliche Heidelibelle scheint mich nicht nur anzulächeln, sie ist wie alle anderen Libellen auf der Erde auch völlig harmlos. Libellen stechen und beißen nicht. Sie sehen nur für manche etwas bedrohlich aus durch ihre großen Augen. Auch hört es sich in etwas so an wie Säbelrasseln wenn sie im Flug einen Gegenstand streifen oder bei Streitigkeiten mit einem Artgenossen aneinander geraten.
Die ersten Vorläufer der Libellen gab es bereits vor 300 Mio. Jahren, also noch weit vor den Dinosauriern. Nur hatten sie damals eine Flügelspannweite von etwa 70 cm. Heute – zumindest bei uns in Mitteleuropa – beträgt ihre Flügelspannweite nur noch maximal etwa 10 cm (z.B. große Königslibelle). Sie sind also über die Jahrtausende geschrumpft, haben aber die Dinos überlebt. Inzwischen muss man jedoch um das Überleben vieler Libellenarten fürchten. In Deutschland leben noch etwa 70-80 verschiedene ihrer Arten, wovon fast 70% gefährdet und ca. 20% sogar vom Aussterben bedroht sind. Alle Libellen stehen in Deutschland unter strengem Schutz, d.h. man darf sie auch im Larvenstadium, das sie im Wasser verbringen, nicht fangen, auch nicht im eigenen Gartenteich. Apropos Gartenteich… wenn man hier auf das Einsetzten von Zierfischen verzichtet und etwas geeignete Vegetation anpflanzt, kann man einen kleinen Beitrag zur Arterhaltung dieser schönen und nützlichen Insekten leisten. Sie sind zudem fleißige und sehr geschickte Jäger und fangen jede Menge Fliegen und Stechmücken.
Wie man dazu beitragen kann die Vielfalt der Libellen zu erhalten wird auf der Website Lebensraum Gartenteich recht ausführlich erklärt
Der Fortpflanzungsakt bei den Libellen ist eine komplizierte und akrobatische Angelegenheit. Da bei den Männchen das Begattungsorgan am 2. oder 3. Segment des Hinterleibs ist, der Hodenausgang aber am Ende des Hinterleibs liegt, muss also zunächst der Hinterleib so gekrümmt werden, dass das Kopulationsorgan mit Samen gefüllt wird. Danach ergreift das Männchen mit seinen Zangen am Ende des Hinterleibs das Weibchen hinter dem Kopf, welches so aufgehängt seinen Hinterleib wiederum so krümmt, dass ihr Geschlechtsorgan den gefüllten Samenbehälter erreicht. Sie bilden das sogenannte Paarungsrad. Wobei ich finde es sieht eher aus wie ein Herz. Hoffentlich klang das jetzt nicht zu kompliziert. Auf dem Foto der beiden sich paarenden Hufeisenazurjungfern kann man ganz gut erkenne wie es funktioniert.
Hier ein paar Links mit vielen weiteren interessanten Informationen für alle, die das Thema weiter vertiefen möchten :
» Libellen bei Wikipedia
» Libellen Europas
» Bremer Libellengruppe
» Ninas Libellenseite
Weiterer Beitrag über Libellen: » Libellentraum
Und dann noch der Link zu meiner » Libellengalerie
Toller Beitrag mit schönen Makros!
Ansonsten viel Spass beim bloggen.
Gruß Matt